E-Rechnungs-Grundlagen

XRechnung vs. PDF-Rechnung

Viele Unternehmen verschicken heute noch PDF-Rechnungen. Ab 2025 reicht das für B2B-Rechnungen in Deutschland nicht mehr aus. Dieser Vergleich zeigt die wichtigsten Unterschiede.

Direkte Gegenüberstellung: XRechnung (XML) vs. PDF-Rechnung
KriteriumXRechnung (XML)PDF-Rechnung
MaschinenlesbarkeitVollständig strukturiert, direkt verarbeitbarNicht strukturiert; erfordert OCR oder manuelle Eingabe
Rechtsstatus ab 2025 (§ 14 UStG)Gilt als E-Rechnung im Sinne des GesetzesGilt NUR noch als sonstige Rechnung (nicht E-Rechnung); Zustimmung des Empfängers nötig bis Ende Übergangsfrist
Übergangsfrist für B2BKeine Übergangsfrist nötig, sofort zulässigBis 31.12.2026 weiterhin erlaubt (Jahresumsatz ≤ 800.000 €: bis 31.12.2027)
Automatisierte BuchungDirekt in ERP/Buchführungssoftware importierbarManueller Aufwand oder kostenintensive KI/OCR nötig
FälschungssicherheitStrukturierte Daten, Prüfsummen; Manipulationen gut erkennbarPDF leicht manipulierbar ohne qualifizierte Signatur
ErstellungsaufwandErfordert E-Rechnungs-Software oder APIEinfach mit Word, Excel, Textverarbeitung erstellbar
Lesbarkeit für EmpfängerNicht direkt lesbar ohne Viewer; docutools.pro visualisiert XRechnung kostenlosSofort lesbar in jedem PDF-Reader
Archivierungskonformität (GoBD)Strukturierte Ablage, einfach archivierbarArchivierbar, aber Langzeitformat PDF/A empfohlen
Typischer EinsatzbereichB2G (Pflicht), B2B (ab 2025 bevorzugt), großvolumige RechnungsmengenB2C, Kleinunternehmen (Übergangsphase), internationale Kunden

Fazit

PDF-Rechnungen sind praktisch und verbreitet, aber ihr Ende im deutschen B2B-Bereich ist besiegelt. Unternehmen sollten jetzt auf E-Rechnungsformate wie XRechnung oder ZUGFeRD umstellen, um gut vorbereitet zu sein und von automatisierten Prozessen zu profitieren. Für den Start empfiehlt sich ZUGFeRD, da es eine visuelle PDF-Ansicht beibehält und gleichzeitig maschinenlesbar ist.