Infrastruktur
Peppol Access Point
Definition
Ein Peppol Access Point ist ein zertifizierter Dienstleister, der als Eingangs- und Ausgangspunkt für den Peppol-Dokumentenaustausch fungiert. Unternehmen und Behörden können über einen Access Point Rechnungen senden und empfangen, ohne direkt mit dem Peppol-Netzwerk verbunden zu sein. Access Points müssen durch Peppol-Behörden (in Europa OpenPeppol) zertifiziert werden und verpflichten sich zur Einhaltung der Peppol-Interoperabilitätsspezifikationen.
Auf Englisch lesen:Peppol Access Point (EN)
Verwandte Begriffe
PeppolPeppol (Pan-European Public Procurement On-Line) ist ein internationales Netzwerk und eine Infrastruktur für den sicheren elektronischen Austausch von Geschäftsdokumenten, insbesondere Rechnungen und Bestellungen. Es basiert auf einem Vier-Ecken-Modell mit Access Points, einem zentralen Verzeichnis (SMP/SML) und standardisierten Dokumentenformaten (z.B. Peppol BIS Billing 3.0 auf Basis von UBL). In Deutschland betreibt die KoSIT das Peppol-Verzeichnis.XRechnungXRechnung ist der deutsche Standard für strukturierte elektronische Rechnungen im öffentlichen Auftragswesen (B2G). Er basiert auf der europäischen Norm EN 16931 und ist in zwei Syntaxen verfügbar: UBL 2.1 und UN/CEFACT CII. Seit dem 27. November 2020 sind öffentliche Auftraggeber des Bundes verpflichtet, elektronische Rechnungen im XRechnung-Format zu akzeptieren, und schrittweise wurden auch Landes- und Kommunalbehörden einbezogen.B2G (Business-to-Government)B2G bezeichnet Geschäftsbeziehungen und Rechnungsstellungen von Unternehmen an staatliche Stellen (Bund, Länder, Kommunen, öffentliche Einrichtungen). In Deutschland ist die elektronische Rechnungsstellung im B2G-Bereich bereits seit 2020 schrittweise für Bundesbehörden und zunehmend auch für Landes- und Kommunalbehörden verpflichtend. Das vorgeschriebene Format ist XRechnung oder ein anderes EN-16931-konformes Format.ZRE (Zentrale Rechnungseingangsplattform des Bundes, bis 2025)Die Zentrale Rechnungseingangsplattform (ZRE) war die Eingangsplattform für elektronische Rechnungen an Behörden der unmittelbaren Bundesverwaltung. Am 19. September 2025 wurde sie abgeschaltet: Die gesamte unmittelbare Bundesverwaltung ist seitdem an die OZG-konforme Rechnungseingangsplattform (OZG-RE) angebunden, die wie zuvor die ZRE von der Bundesdruckerei betrieben wird. Rechnungen, die früher an die ZRE gingen, reichen Sie heute über die OZG-RE ein.